[politics]

Mi 3.7.

Café KoZ Antiökologie – ein spätkapitalistisches Syndrom. Vortrag und Diskussion mit Felix Riedel

Mehr denn je ist die Umstellung auf Planwirtschaft gefragt und weniger denn je ist sie erwartbar. Die anstehende Katastrophe weckt das Bedürfnis nach bürgerlicher Ideologie: Leugnung, Schuldprojektion und Fatalismus sollen verdrängen, was an rationalen Antworten entsteht. Rackets aus Lobbyisten, Rechtspopulisten und Agitatoren übertreffen sich in der Ausbeutung intellektueller Ressourcen für diesen ideologischen Krieg, der letztlich die Besitzstandwahrung bis zuletzt aufrechterhalten soll. Der Vortrag erläutert an Beispielen die Strategien bürgerlicher Ideologien und Klimawandel und verweist auf die autoritären Konsequenzen, die bürgerliche Gesellschaft daraus zieht.

Do 4.7.

Osthafenforum im medico-Haus (Lindleystraße 15 (ggü. Nr. 11) Frankfurt am Main) 19 Uhr. Diskussion „Mare Clausum - Rechtskämpfe an den EU-Außengrenzen“

mit Dr. Violeta Moreno-Lax (Global Legal Action Network), Dr. Charles Heller (Forensic Oceanography), Ruben Neugebauer (Sea Watch), Christian Jakob (freier Autor, u.a. taz) und Judith Kopp (Beyond Summer 15, Universität Kassel).
Mittelmeer, November 2017: Die Organisation Sea Watch dokumentiert den Schiffsbruch von 145 Menschen, während die libysche Küstenwache teilweise gewaltsam versucht, die Menschen nach Libyen zurückzubringen. Mehrere von ihnen kommen ums Leben. Gemeinsam mit Betroffenen der Grenzoperation, der NGO Forensic Oceanography und juristischen Instituten klagt Sea Watch nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen Italien und ihre Kooperation mit der libyschen Küstenwache. Über die Möglichkeiten von Rechtskämpfen an den EU-Außengrenzen wollen wir an diesem Abend gemeinsam diskutieren. Der Eintritt ist frei. Veranstaltet von: Nachwuchsforschungsgruppe Beyond Summer 15 (Uni Kassel) & medico international e. V.

Mi 10.7.

Café KoZ Ende des Monats - Ende der Welt - ein Kampf!. Vortrag und Diskussion mit Katharina Rauthmann und Philipp Bergstermann

Der Klimawandel, ein neuer Nebenwiderspruch? Verschiedene linke Strömungen möchten die Lösung in die Zukunft vertagen: Im Sozialismus könnten die dann vom Profitzwang befreiten Produktivkräfte schon für technische Lösungen sorgen, ein „weiter so“ in Sachen Wachstum und Luxus in allen Bereichen. Im Vortrag wird beleuchtet, wie soziale Kämpfe und Klimakämpfe zusammen gedacht werden müssen, warum die auf Profitstreben aufbauende Ordnung der widerstrebenden Interessen jeder vernünftigen Lösung der Klimakatastrophe fundamental entgegen steht und welche transformatorischen Perspektiven Friday For Future & co zu bieten haben.

IG Farben Campus Auf der Wiese vor dem PEG (oder bei Regen im PEG) Achter Marktplatz der kritischen Initiativen 12:00 - 18:00 Uhr

Do 11.7.

Klapperfeld „Alte und neue Wege durch den Knast: Solidarität gegen Repression.“ 19:00 Uhr. Ehemalige politische Gefangene, die viele Jahre im Knast waren, und Aktivist*innen aktueller Kämpfe aus dem Hambacher Forst diskutieren über ihren jeweiligen persönlichen und politischen Umgang mit Repression und Knast. Rote Hilfe - Ortsgruppe Frankfurt. http://frankfurt.rote-hilfe.de/
Karl-Marx-Buchhandlung (Jordanstr. 11, Frankfurt) 20 Uhr Alexander Sedlmaier "Konsum und Gewalt. Radikaler Protest in der Bundesrepublik" Suhrkamp, Berlin 2018
Verstand die klassische marxistische Analyse die Produktion als die eigentliche Sphäre der Unterdrückung, so erschien ab 68ff. zunehmend der Konsum als Reich der Unfreiheit. Widerstand gegen den Konsumterror galt als legitim. Sedlmaier, Dozent für Modern History an der Universität Bangor/Wales, zeichnet die Entwicklung der Konsumkritik und damit auch der radikalen Linken in der Bundesrepublik nach. Moderation: Gottfried Oy

Di 16.7.

ExZess VIVA LA AUTONOMIA! Zapatistas & andere Pueblos originarios in Mexiko:
Der Kampf um Autonomie – Aktuelle Situation. Info- und Diskussionsveranstaltung. 20 Uhr
Seit ihrem Aufstand am 1. Januar 1994 in Chiapas, Mexiko bauen die
Zapatistas (EZLN ) ihre Autonomie auf. In Selbstregierung, Bildung,
Gesundheit, Gerichtsbarkeit, ökologischer Landwirtschaft,
Selbstverteidigung und der eigenständigen Organisierung der Compañeras
drücken sich ganz materiell ihre autonomen Strukturen aus. Viele andere
Pueblos Originarios in Mexiko gehen seit langem einen ähnlichen Weg der
autonomen Organisierung. Im Bündnis mit den Zapatistas sind sie seit
1996 gemeinsam im Congreso Nacional Indígena (CNI) organisiert und haben
seit 2017 einen basis-demokratischen Indigenen Regierungsrat Mexikos
geschaffen, der sich Mexiko weit und international als eine
Konföderation, als ein »Netzwerk der Rebellion und des Widerstands Aller
von unten und von links« ausweiten will und wird.

Mit neoliberalen Projekten, mit Militarisierung und Paramilitärs greift
jedoch die seit Juli letzten Jahres gewählte, offizielle mexikanische
Regierung unter Andrés Manuel Lopez Obrador die Zapatistas und die
anderen Pueblos frontal an. EZLN und CNI haben seit Januar 2019
öffentlich und gemeinsam mehrmals erklärt, sie verstehen die Politik der
Regierung als eine Kriegserklärung – und sie werden sich und ihre
autonomen Gebiete dagegen zu verteidigen wissen.

Wir werden Euch über die brenzlige aktuelle Situation in Chiapas, in
Mexiko – über neoliberalen Angriff, Widerstand dagegen und geschaffene
Autonomie – berichten.

Sehr dringlich möchten wir mit Euch darüber diskutieren, wie wir EZLN
und CNI ganz praktisch-solidarisch unterstützen werden.

Denn auch hier gilt: »Wenn sie die einen angreifen, greifen sie auch uns
an!«

Mi 17.7.

Centro Rödelheim (Alt-Rödelheim 6): Workers‘ Club. Der Vereinzelung entgegentreten!

Bist du auch genervt von deiner Lohnarbeit? Hast du es vielleicht auch schon wieder mal nicht geschafft, bei den blöden Kommentaren deines Chefs endlich mal das Maul aufzumachen? Bist du auch frustriert, dass all das und noch viel mehr nur Dich und ansonsten keinen deiner Kolleginnen und Kollegen aufzufallen und anzukotzen scheint? Und hast Du auch das Gefühl, dass die großen Gewerkschaften sich nicht für deine Probleme interessieren, da du ja „nur“ eine prekäre und befristete Anstellung hast?

Falls wir dein Interesse geweckt haben, komm gerne vorbei! Der Workers Club ist offen für alle Interessierten! Wir treffen uns immer am dritten Mittwoch im Monat in gemütlicher Runde im Centro in Rödelheim (Alt-Rödelheim 6), hängen bei Limonade und Bier gemeinsam rum, tauschen uns über unsere Probleme im Job aus und versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu lernen. Manchmal laden wir auch Referentinnen und Referenten zu aktuellen arbeitspolitischen Themen ein, schauen einen Film oder lassen das Treffen einfach auf uns zukommen und gestalten es gemeinsam.

Bei Anmerkungen und Fragen, schreibt eine Mail an: arbeitsfeldsoziales@yahoo.com

 

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