[politics]

Mi 6.3.

medico International Host: Klima-Bündnis & medico international. Film & Talk mit Anne Jung (medico international). Moderation: Silke Lunnebach (Klima-Bündnis) Film: „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ Dokufilm (2018) von F. Weigensamer & Ch. Krönes | 92 Min., OmU

Fr 8.3.

Kaisersack (vor dem HBF Frankfurt) 15.30 Uhr
DEMO: My Body. My Choice – Our* Riots. Our* Voice
Zum internationalen Frauen*kampftag werden wir laut und kämpferisch auf die Straße gehen!
Wir wollen sichtbar machen, dass Selbstbestimmung über die eigene Lebenssituation und den eigenen Körper für viele noch keine Selbstverständlichkeit ist. Denn weibliche*, queere, nicht der Norm entsprechende Menschen werden an vielen Orten, wie z.B. an Schule, Arbeitsplatz, im Bus und sogar in ihrem Zuhause, abgewertet, ausgegrenzt und Gewalt ausgesetzt. Das verhindert, dass sie das Verhältnis zu sich und anderen so gestalten können, wie sie es sich wünschen.
„My Body. My Choice – Our* Riots. Our* Voice“ ist eine Kampfansage: an gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse, an patriarchale und heteronormative Zustände, an rassistische und kapitalistische Logiken. Unsere kritischen Stimmen sind viele und sie werden am internationalen Frauen*kampftag mit einer antinationalen Perspektive laut auf den Straßen zu hören sein.
Lasst uns am 8. März gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft demonstrieren, damit alle so leben und lieben können, wie und wen sie wollen! Jeder Tag ist Frauen*kampftag!
Stern e.V. Vortrag: Veronika Kracher – Beginn: 19 Uhr „It’s not just boys‘ fun. Zum Geschlechterverhältnis in der Linken“

Antifaschistische Gruppen und Organisationen betrachten sich selbst häufig als Pioniere zu einer Gesellschaft, die den Kapitalismus überwunden hat. Wenn es jedoch um eine Kritik an den Geschlechterverhältnissen geht oder darum, die eigene patriarchale Sozialisation zu überwinden, scheinen zahlreiche Genossen überfordert. Sexismus, die Reproduktion von traditionell männlichen Verhaltensweisen, das Nutznießen der eigenen Position und sogar sexuelle Übergriffe finden leider auch innerhalb sich emanzipatorisch begreifender Strukturen statt, und selbst Frauen* lehnen als feminin codiertes Auftreten ab. Feministische Kämpfe müssen gegen den Widerstand in den eigenen Reihen ausgefochten werden.

Die Journalistin Veronika Kracher gibt einen Überblick über die ideengeschichtliche Entwicklung feministischer Theorie und Praxis innerhalb der radikalen Linken, setzt sich mit innerlinken Problematiken bezüglich der Geschlechterfrage auseinander und fragt, ob antifaschistischer Kampf und ein „mackerhafter“ Habitus denn so zwingend miteinander einhergehen müssen.

Veronika Kracher ist freie Journalistin für die Konkret, Jungle World und taz. Ihr Fokus liegt auf marxistisch-feministischer Gesellschafts- und Kulturtheorie.

So 10.3.

ExZess Stadtteilversammung Bockenheim – 15 Uhr
In Bockenheim wird der Verdrängungsdruck durch steigende Mieten immer bedrohlicher. Viele haben daher in Bockenheim für den Mietentscheid Frankfurt unterschrieben. Jetzt geht es darum, wie wir den dringen benötigten bezahlbaren Wohnraum bekommen und uns gegen Verdrängung durchsetzen.
Auf der Veranstaltung wird auch gezeigt, wie sich die Wohnungspolitik der öffentlichen Hand und der ABG entwickelt hat. Konkret bezogen auf Bockenheim. Und was wir ändern müssen. Hier in unserem Stadtteil und in dieser Stadt.
IZ Internationales Zentrum Gallus Einladung zur Eröffnung von "Kaffee gegen hohe Mieten". 14 Uhr
Guter und bezahlbarer Wohnraum ist im Gallus immer schwieriger zu finden. Mieterhöhungen, Diskriminierung und wenig sozialer Wohnungsbau erschweren die Situation. Viele Menschen, die sich die teuren Mieten nicht mehr leisten konnten, wurden schon gezwungen das Viertel zu verlassen. Das wollen wir nicht länger hinnehmen! 
Wir wollen gemeinsam über die Probleme sprechen, die wir im Gallus erleben und wollen zusammen für ein Stadtviertel kämpfen, in dem wir alle leben können. Wir laden euch daher herzlich zum ‚Kaffee gegen hohe Mieten‘ ein! Dort können wir uns austauschen, über Probleme sprechen, Lösungen suchen und Aktionen planen.
Unser Café ist ein gemütlicher, nicht-kommerzieller Ort, wo wir uns bei Kaffee, Tee und Kuchen austauschen können– sei es über Neuigkeiten aus dem Stadtteil, Alltag oder Politisches. Und unser Café wird selbstgemacht: das bedeutet, jede_r kann sich selbst bedienen, selbst was mitbringen und jederzeit aktiv werden und sich einbringen mit Ideen für Projekte, Veranstaltungen oder Angebote.
Unsere Tür steht allen offen, die Lust auf ein solidarisches Miteinander im Gallus und darüber hinaus haben.
Für die kleinen Gäste gibt es eine Spieleecke. 
Schaut vorbei! Denn zusammen können wir mehr erreichen!
"Kaffee gegen hohe Mieten" findet jeden zweiten Sonntag im Monat ab zwei Uhr nachmittags im IZ (Koblenzer Str. 17, 60327 Frankfurt am Main) statt und wurde vom Solidarisches Gallus initiiert.

Mo 11.3.

Stern e.V. Vortrag: Soziale Infrastruktur: Sozialpolitik neu denken – Beginn: 19 Uhr

Vortrag und Diskussion über das Konzept “Soziale Infrastruktur als sozialpolitisches Transformationskonzept” mit zwei Vertreter*innen vom Links-Netz

Dritter und letzter Teil der Veranstaltungsreihe „Die Commune im 21. Jahrhundert“

Seit 2003 beschäftigt sich das Links-Netz mit einem alternativen Ansatz der Sozialpolitik. Die soziale Infrastuktur soll die Voraussetzungen für das gute Leben aller schaffen. Die Infrastruktur - vor allem die Bereiche Gesundheit, Bildung und Kultur, Verkehr und Wohnen - soll allen zur Verfügung stehen, völlig unabhängig von vorherigen Einzahlungen oder nachfolgenden Verpflichtungen.

Das heißt, dass auch die Verbindung zwischen Arbeit und Einkommen gelöst werden soll. Dies könnte mit einem bedingungslosen Grundeinkommen umgesetzt werden. Diese Idee einer Transformation der Gesellschaft möchten die Vortragenden vorstellen.

Di 12.3.

Stern e.V. Vortrag: Seenotrettung Is Not A Crime! mit dem Iuventa-Kapitän Benedikt Funke – Beginn: 19 Uhr

Solidarity at Sea informieren uns über die aktuellen Entwicklungen an den EU-Außengrenzen. Am Beispiel der Iuventa-Crew zeigen sie wie aktuell humanitäre Helfer*innen in Europa kriminalisiert werden und welche Rolle faschistische Strukturen dabei spielen.

Europa macht dicht, Grenzen werden geschlossen, Migrant*innen sterben beim Versuch nach Europa zu kommen oder durch EU finanzierte, völkerrechtswidrige Rückführungen in libysche Lager. Es gibt keine sicheren Einreisewege. Wer es dennoch schafft, wird in menschenunwürdigen Zuständen untergebracht. Menschen, die versuchen zu helfen werden kriminalisiert. Abschreckung ist das Ziel.

Im Anschluss informieren Solidarity City Aschaffenburg über ihren Antrag an den Stadtrat Aschaffenburg zum sicheren Hafen zu erklären und sich gegenüber dem Massensterben und der Kriminalisierung von Seenotrettung zu positionieren.

Mi 13.3.

Kino Mal Sehn 19.30 Uhr „Deckname Jenny“ Diskussion & Filmgespräch mit Regie und Teilen des Teams. „Rechtsruck in Europa. Kriminalisierte G20 Gegner*innen. Ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer. Jennys Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit als Mitglied einer Stadtguerillagruppe stellen. Ab da wird eng für alle Beteiligten…“

Do 14.3.

Türkisches Volkshaus Frankfurt (Werrastraße 29) 19 Uhr

Veranstaltung zum 18. März // Tag der politischen Gefangenen Der 18. März erinnert an den Aufstand der Pariser Kommune im Jahr 1871, aber auch an ihre Zerschlagung und die folgende Repression. Die Internationale Rote Hilfe erklärte den Tag 1923 zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Nach dem Ende des Nazifaschismus gab es erst wieder 1996, auf Initiative von Libertad und der Roten Hilfe, einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen.

Seit 2016 findet in München der Prozess gegen 10 Genoss*innen von ATIK und TKP/ML, mit dem Vorwurf der „Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung“ nach §129b, statt. Drei von ihnen sitzen seit 2015 immer noch im Knast. Seit Jahrzehnten gibt es immer laufende Prozesse gegen politisch aktive Kurd*innen, die oft zu mehrjährigen Haftstrafen führen. In Folge der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg wurden dutzende Genoss*innen in U-Haft gesteckt, die teilweise immer noch einsitzen. Vertreter*innen u.a. von Azadi, ATIF und der Rote Hilfe berichten von den Haftbedingungen, den Prozessen und wie Solidarität mit den Genoss*innen organisiert werden kann.

Fr 15.3.

DGB-Jugendclub U68 „Zeit für Zeugen - Eine Hommage an Ettie und Peter Gingold“ Der Film erinnert an das Lebenswerk von Ettie und Peter Gingold, die beide als junge Erwachsene während der Okkupation des faschistischen Deutschland in der französichen Widerstandsbewegung Résistance kämpften. Im Anschluss an den Film gibt es ein Filmgespräch mit der Tochter von Ettie und Peter Gingold: Silvia Gingold. Einlass: 18:00 Uhr, Filmbeginn: 19:00 Uhr

Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung (Albert-Schweitzer-Straße 113–115, Mainz) 19 Uhr Make Rojava green again. Ercan Ayboga, von der Ökologiebewegung Mesopotamiens (Nordkurdistan) und eine Aktivistin der „Make Rojava Green Again“ Kampagne berichten über ökologische Projekte in Rojava und Nordkurdistan. Veranstalter*innen: Initiative Mainz - Rojava
Konstablerwache (Frankfurt) 17 Uhr Internationaler Tag gegen Polizeigewalt
Protest – Aktionen – Kunst. Aufruf: http://15mrz.org/

Sa 23.3.

HBF Frankfurt 13h Demo anlässlich des NSU 2.0: „Solidarität! Gegen den Rechtsruck von Staat und Gesellschaft“

Di 26.3.

medico International „Militär & Migrationsabwehr statt Sicherheit & Selbstbestimmung.“ Wie sich die Sahelzone durch den Einfluss Europas verändert. Vortrag und Gespräch mit Moussa Tchangari, Generalsekretär der medico-Partnerorganisation Alternative Espaces Citoyens im Niger. 19.30 Uhr

Do 28.3.

Buchladen Land in Sicht 20.30 Uhr Lesung Thomas Gebauer (Medico International): Hilfe? Hilfe! - Wege aus der globalen Krise. Lesung und Gespräch. Das Buch von Thomas Gebauer und Ilija Trojanow widmet sich in Essays und Reportagen ausführlich der Krise der Hilfe.

Zum trostlosen Zustand gegenwärtigen Politik gehört, dass sie immer wieder erstaunt auf Missstände reagiert, die sie zuvor selbst befördert hat. Der Klimawandel, die Finanzkrise, der Hunger, die dramatisch wachsende soziale Ungleichheit, aber auch die vielen kriegerischen Konflikte, die heute allerorten für Verheerungen sorgen, sind nur einige Beispiele des multiplen Krisengeschehens der heutigen Zeit.

Die Politik der „Ent-Politisierung“ wie der französische Soziologe Pierre Bourdieu es beschrieb, ruft an die Stelle von gesellschaftlicher Verantwortung die Eigenverantwortung des einzeln und den Einsatz von Hilfsorganisationen auf den Plan. Zeit also, den Hilfsbegriff kritisch in den Blick zu nehmen.

Thomas Gebauer, Psychologe und *ehemaliger* Geschäftsführer von medico international und der Autor und Schriftsteller Ilija Trojanow hinterfragen in ihrem Buch die vielen Facetten der Wohltätigkeit, von den Aktivitäten der Superreichen über die staatlichen Hilfen bis hin zu lokalen Initiativen. Ausgehend von konkreten Beispielen aus der ganzen Welt, die in Reportagen u.a. aus Sierra Leone, Pakistan oder Guatemala beschrieben werden, durchdenken sie das ganze System des Helfens und zeigen, was funktioniert und was nicht. Denn eines tut Not: ein kritischer Hilfsbegriff, der zur Selbsthilfe animiert und dennoch grundsätzliche Veränderungen ermöglicht.

Fr 29.3.

DGB Haus Mainz (Großer Saal, Kaiserstr. 26-30) 19 Uhr Kommunalwahlen in der Türkei. Leyla Îmret, Bürgermeisterin von Cizre und Ko-Sprecherin der HDP Vertretung in Deutschland, berichtet aus ihrem deutschen Exil von der Wirklichkeit in Nordkurdistan.

Mainz, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 16-19 Uhr: Burundi: Die Rolle von Friedensjournalismus. Referent: Thomas Mecha. Veranst. Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main. www.dfg-vk-hessen.de

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