[politics]

Sa 3.11.

Stern e.V. Vortrag: Trans*Queerfeindlichkeit mit Felicia Ewert – Beginn: 17 Uhr

Der Vortrag umfasst zunächst einen begrifflichen Überblick und weist auf eine Reihe von „DOs und DON’Ts“ hin. Dies soll Raum und Überblick für selbstgewählte Begriffe von trans Personen geben. Da normierte Zweigeschlechtlichkeit und Transfeindlichkeit keine Phänomene von Einzelnen sind, zeigt die Referentin wie tief geschlechtlicher Biologismus gesellschaftlich verwurzelt sind. Hierbei geht die Referentin auf die „Sex / Gender“ Problematik zur Aufteilung von Geschlecht ein, und sie zeigt ebenso Kategorien des Ausschlusses von trans Personen. Wie tief deutsches Recht in die persönliche Autonomie von trans Personen eingreift, wird mit einem Überblick über das sogenannte „Transsexuellengesetz“ verdeutlicht. Zum Abschluss widmet sich die Referentin der Frage was * wir alle * tun müssen, um bestehende geschlechtliche Vorstellungen zu realisieren, zu überdenken und trans Personen zu unterstützen.

Bürogemeinschaft Walpodenstr. 10 (Mainz) Film: Zeitzeugen - Kalter Krieg und Friedensbewegung im Hunsrück. 2:08h, Vorführung in 2 Teilen mit Pause. 16 h. www.dfg-vk-mainz.de

Mi 7.11.

Buchladen Land in Sicht (Rotteckstr. 13, Frankfurt) 20.30 Uhr Katharina Hartmann „Grüne Lügen – Weltrettung als profitables Geschäftsmodell“ Buchvorstellung und Gespräch mit Anne Jung (medico) in Zusammenarbeit mit medico international.

Greenwashing, also das Bemühen der Konzerne, ihr schmutziges Kerngeschäft hinter schönen Öko- und Sozialversprechen zu verstecken, ist erfolgreicher denn je. Aber jenseits der grünen Scheinwelt schreitet die Zerstörung rapide fort. Laut dem Global Footprint Network lebt die Weltbevölkerung derzeit so, als hätte sie 1,6 Erden zur Verfügung. Würden alle auf der Welt so konsumieren, wie es Menschen in reichen Ländern wie Deutschland tun, bräuchte es 3,1 Erden, um den „Bedarf“ zu decken. Der Verbrauch pflanzlicher, mineralischer und fossiler Rohstoffe hat sich zwischen 1980 und 2010 von 40 auf 80 Milliarden Tonnen verdoppelt. Die Artenvielfalt nimmt ab, Wälder schwinden, Böden degradieren, Emissionen steigen und der Hunger wächst.

Do 8.11.

IZ Internationales Zentrum Achim Szepanski stellt sein brandneues Buch vor: Imperialismus, Staatsfaschisierung und die Kriegsmaschinen des Kapitals – Drei Essays. Vortrag, Lesung und Diskussion, 19 Uhr

Fr 9.11.

JUBIKUZ Hanau Ab 18.00 Uhr Eröffnung Ausstellung – 19.00 Uhr Workshop zu 100 Jahre Novemberrevolution in Hanau

Vor genau einhundert Jahren ereignete sich denkwürdiges: massenhafter Ungehorsam brachte militärische Strukturen ins Wanken und beendete einen Weltkrieg, die ArbeiterInnen stellten die Machtfrage, eine jahrzehntelange Ordnung wurde ersetzt, um demokratische Konzepte wurden gestritten und gerungen. Ein hochdynamischer, gesellschaftlicher Modernisierungsschub brach sich Bahn. Auch hier in Hanau. Wir halten die Ereignisse und Erfahrungen von 1918/19 für erinnerungswürdig und auch bedenkenswert. Sie bietet bis heute Anknüpfungspunkte für diejenigen denen emanzipatorischer gesellschaftlicher Wandel bedeutsam ist. Im Anschluss besteht die Möglichkeit in der nahen Metzgerstraße bis in tief in die Nacht über Subversion und Revolution weiterzudiskutieren.“

Komitee für subversives Gedenken + JuKuz Hanau

So 11.11.

IZ Internationales Zentrum Infoveranstaltung zur Demo gegen die Innenministerkonferenz in Magdeburg, Input auch über die neuen Polizeigesetze, Referenten: Proletarische Autonomie Magdeburg, 19 Uhr

Mo 12.11.

Offenes Haus der Kulturen (Campus Bockenheim) 19 Uhr VORTRÄGE ZU AFGHANISTAN Geflüchtete, Abschiebungen, aktuelle Situation

Seit Dezember 2016 werden aus Deutschland Menschen mit Sammeltransporten nach Afghanistan abgeschoben, in ein Land, in dem Krieg herrscht und immer wieder Anschläge stattfinden. Die Bundesregierung begründet die Abschiebungen mit der angeblich sicheren Lage in Teilen des Landes. Dies steht im Widerspruch zu der Tatsache, dass die Menschen überall Opfer von Kampfhandlungen, Anschlägen und Verfolgung werden und ebenfalls in Afghanistan selbst auf der Flucht sind. Gäste: Thomas Seibert, (Medico International), Susanne Giesler (Rechtsanwältin), Sarmina Stuman (Afghan Refugees Movement), Ramin Mohabat (Journalist, aus Afghanistan geflüchtet)

Mi 14.11.

Centro Rödelheim 19 Uhr: 2. Workers‘ Club.

Mit dem Workers‘ Club wollen wir einen Ort schaffen, der den Austausch unter Lohnabhängigen (d.h. auch Leuten, die arbeitslos sind) ermöglicht. Als Plattform soll der Club einen Beitrag dazu leisten, eine gemeinsame Kultur zu etablieren und sich – über gewerkschaftliche Kämpfe hinaus – gemeinsam (weiter-) zu bilden. Der Club soll ein Ort sein, an dem Kämpfe nicht nur geführt, sondern auch diskutiert, interpretiert, dokumentiert und weitergeführt werden.

Zu unserem ersten Treffen (ausführlicher Bericht und Reflexion hier: http://akkffm.blogsport.de/2018/10/16/der-workers-club-reflexionen-ueber-einen-ersten-versuch/) kamen mehrere Leute zusammen, die in verschiedenen Arbeitsverhältnissen (Vollzeit, Teilzeit, Mini-/Studijob) im öffentlichen Sektor tätig sind, namentlich im Bereich Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung. Deshalb wollen wir uns bei unserem nächsten Treffen verstärkt diesen Bereichen zuwenden und aufgrund der Erfahrungsberichte von letztem Mal und euren Beiträgen die Diskussion vertiefen:

Welche Probleme ergeben sich für Kämpfe und Organisierung im öffentlichen Sektor und worin steckt ihr Potential? Sind die vermeintlich flachen Hierarchien ein Hindernis für Kämpfe oder bieten sie die Möglichkeit Statusgruppen-übergreifender Bündnisse? Wie können Kämpfe im sozialen Bereich stattfinden ohne das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeiter*innen und Klient*innen zu beschädigen – oder letzteren körperlich zu schaden (siehe als Positivbeispiel: Charité Berlin)? Liegt in der Erfahrung der unmittelbaren Beschneidung von Bedürfnissen (siehe Pflegedebatte) die Möglichkeit der Politisierung?

Wir laden euch herzlich dazu ein gemeinsam über diese sowie weitere Probleme proletarischer (Re-)Produktion zu sprechen und die Möglichkeit konkreter Interventionen und Kämpfe auszuloten.

Als Einstieg wird es ein Inputreferat zur Kritik der politischen Ökonomie des öffentlichen Sektors geben, im Anschluss wollen wir gemeinsam weiter diskutieren.

Fr 16.11.

Landeszentrale für politische Bildung (Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, 55116 Mainz) Myanmar – Von der Diktatur zur Demokratie? von 16 bis 19 Uhr

Mit unserem Referenten, dem friedenspolitischen Berater Daniel Korth werden wir uns mit der aktuellen Situation in Myanmar, sowie den Grenzen und Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung in diesem komplizierten Umfeld beschäftigen.

Mo 19.11.

Cafè Profittrate (FH Gebäude 2, Erdgeschoß, Nibelungenplatz 1, Frankfurt)

„Offensiv, autonom, militant – wie die Antifa entstand“ Multimediavortrag: Bernd Langer. 18 Uhr

›Schwerste Krawalle in Frankfurt‹ titelten die Medien nach dem 17. Juni 1978. Militante hatte aus einer Antifa-Demonstration Polizeiabsperrungen vor dem Rathaus angegriffen, um das NPD-Deutschlandtreffen zu verhindern. 1979 und 1980 folgten die Rock gegen Rechts-Konzerte mit mehr als 40.000 Menschen. Die NPD gab ihr Treffen danach auf.

In der BRD entstand zu dieser Zeit eine neue antifaschistische Bewegung. Eine führende Rolle spielten bald Autonome, von denen einige versuchten, den Widerstand zu koordinieren. Sie propagierten einen Antifaschismus, den sie als Kampf gegen das ›imperialistische System‹ verstanden.

Legendäre Straßenschlachten wie am 1.10.1983 in Fallingbostel oder die Unruhen nach dem Tod von Günter Sare am 28.9.1985 in Frankfurt am Main, Kommando-Militanz und Bündnisaktionen gehörten zu den Konzepten, die schließlich in der heutigen Antifa-Bewegung mündeten.

Eine detaillierte Beschreibung dieser Entwicklung und eine Analyse der Ansätze von damals bis heute.

Di 20.11.

Offenes Haus der Kulturen (Campus Bockenheim) 18.30 Uhr. Emran Feroz: Tod per Knopfdruck. Das wahre Ausmaß des US-Drohnen-Terrors

Wir lesen triumphierende Berichte über Terrorverdächtige, die in raffinierten Drohnenangriffen erledigt wurden. Nichts lesen wir über das gesichtslose, junge afghanische Mädchen Aisha, dessen ganze Familie, größtenteils Frauen und Kinder, während eines solchen Machtbeweises ausgelöscht wurde. Es sind jene fehlenden Erzählungen, denen Emran Feroz in den verwüsteten Gegenden, die dem regelmäßigen Terror aus dem Himmel ausgesetzt sind, nachgeht. Emran Feroz stellt sein im Herbst 2017 erschienenes Buch vor.

Mi 21.11.

Haus Mainusch Vortrag: Hooligans-Eine Welt zwischen Fußball, Gewalt und Politik

IZ Internationales Zentrum Unsere Erde – in Theorie, Beobachtungen und Projektionen. Letzter Teil der Veranstaltungsreihe zu Ökologie und Erdsystem mit Jan Umsonst. Es gibt Vokü 18 Uhr

basis e.v. (Gutleutstraße 8-12, Frankfurt) Vortrags- und Diskussionsreihe der jour fixe initiative frankfurt: „From Progress to Reparations: Justice, Epistemology, and the Postcolonial“ Gurminder K Bhambra (Brighton) Vortrag und Diskussion in englischer Sprache.

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